Glossar

Lichtschranke

Eine Lichtschranke ist ein Sicherheitssensor, der mit einem Lichtstrahl den Torbereich überwacht und das Schließen stoppt, sobald der Strahl unterbrochen wird.

Eine Lichtschranke ist ein Sicherheitssensor, der mit einem Lichtstrahl den Torbereich überwacht und das Schließen stoppt, sobald der Strahl unterbrochen wird. Sie besteht aus einem Sender und einem Empfänger, zwischen denen ein meist infraroter Lichtstrahl verläuft. Unterbricht eine Person, ein Fahrzeug oder ein Gegenstand diesen Strahl, erkennt die Steuerung des Schnelllauftors das Hindernis und verhindert, dass das Tor schließt oder weiter schließt.

Aufbau und Funktion

Eine Lichtschranke besteht im einfachsten Fall aus zwei gegenüberliegenden Bauteilen: dem Sender, der einen Lichtstrahl aussendet, und dem Empfänger, der diesen Strahl auf der anderen Seite der Toröffnung empfängt. Solange der Empfänger den Strahl ungehindert erhält, ist der Weg frei. Wird der Strahl unterbrochen, meldet der Empfänger das fehlende Signal an die Torsteuerung, die daraufhin den Schließvorgang stoppt und das Tor in der Regel wieder öffnet.

Neben dieser klassischen Einweg-Lichtschranke gibt es Reflexionslichtschranken, bei denen Sender und Empfänger in einem Gehäuse sitzen und der Strahl über einen gegenüberliegenden Reflektor zurückgeworfen wird. Diese Variante vereinfacht die Verkabelung, da nur auf einer Seite ein aktives Bauteil montiert werden muss. In beiden Fällen ist die genaue Ausrichtung entscheidend, damit der Strahl zuverlässig ankommt.

Bedeutung für die Sicherheit

Die Lichtschranke ist eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen am Schnelllauftor. Weil ein Schnelllauftor mit hoher Öffnungsgeschwindigkeit arbeitet, muss zuverlässig ausgeschlossen werden, dass es auf eine Person oder ein Fahrzeug schließt. Die Lichtschranke übernimmt diese Aufgabe berührungslos, indem sie den Durchgang überwacht und das Schließen unterbindet, sobald sich jemand im Torbereich befindet.

Damit ist die Lichtschranke Teil des Sicherheitskonzepts, das die Anforderungen der einschlägigen Normen erfüllt. Die EN 12453 beschreibt die Anforderungen an die Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore und nennt unter anderem berührungslose Schutzeinrichtungen wie die Lichtschranke als Mittel, um Gefährdungen an der Hauptschließkante zu vermeiden. In Verbindung mit weiteren Maßnahmen entsteht so ein abgestuftes Sicherheitssystem.

Lichtschranke und ergänzende Schutzeinrichtungen

Eine einzelne Lichtschranke überwacht nur die Höhe, in der ihr Strahl verläuft. Ein niedriges Hindernis unterhalb des Strahls würde dadurch nicht erkannt. Aus diesem Grund wird die Lichtschranke oft durch ein Lichtgitter ergänzt, das über viele eng beieinanderliegende Strahlen einen ganzen Höhenbereich flächig absichert und auch flache Gegenstände erfasst.

Zusätzlich sorgt eine Schließkantensicherung an der unteren Kante des Behangs dafür, dass das Tor bei direktem Kontakt sofort stoppt und reversiert. Während die Lichtschranke das Hindernis berührungslos im Vorfeld erkennt, wirkt die Schließkantensicherung als zusätzliche Absicherung im Moment der Berührung. Erst das Zusammenspiel dieser Einrichtungen sorgt für die nötige Sicherheit, die sich passend zur jeweiligen Anwendung zusammenstellen lässt.

Einbau und Ausrichtung

Beim Einbau einer Lichtschranke kommt es auf die richtige Höhe und die genaue Ausrichtung an. Üblich ist eine Montage in geringer Höhe über dem Boden, um auch niedrigere Hindernisse zu erfassen, oft ergänzt durch eine zweite Lichtschranke in größerer Höhe. Sender und Empfänger müssen exakt aufeinander ausgerichtet sein, damit der Strahl mittig auftrifft und kleine Erschütterungen nicht zu Fehlauslösungen führen.

Bei einem Außentor sind zusätzlich Witterungseinflüsse zu berücksichtigen. Regen, Nebel oder starke Sonneneinstrahlung können die optische Übertragung stören, weshalb robuste Ausführungen und eine sorgfältige Positionierung wichtig sind. Im Innenbereich, etwa bei einem Innentor, sind die Bedingungen meist gleichmäßiger, hier spielt eher die Verschmutzung durch Staub eine Rolle.

Wartung und Zuverlässigkeit

Eine Lichtschranke ist nur dann wirksam, wenn sie zuverlässig funktioniert. Verschmutzte Optiken oder eine dejustierte Ausrichtung können dazu führen, dass der Strahl nicht ankommt und das Tor entweder fälschlich stoppt oder, im schlimmsten Fall, eine Unterbrechung nicht erkennt. Daher gehört die Prüfung der Lichtschranke zu jeder planmäßigen Reparatur und Wartung.

Bei der Wartung werden die Linsen gereinigt, die Ausrichtung kontrolliert und die Funktion getestet, indem der Strahl gezielt unterbrochen und das Reversieren des Tors beobachtet wird. Nur eine sauber ausgerichtete und regelmäßig geprüfte Lichtschranke erfüllt ihre Schutzfunktion verlässlich und trägt dazu bei, dass das Schnelllauftor sicher und ohne Gefährdung von Personen betrieben werden kann.

Lichtschranke und Auslösefunktion

Neben ihrer Sicherheitsfunktion kann eine Lichtschranke auch zur Auslösung des Tors verwendet werden. Erkennt sie ein herannahendes Fahrzeug, lässt sich daraus ein Öffnungsbefehl ableiten. In dieser Funktion ähnelt sie einer Induktionsschleife oder einem Radarmelder, die ebenfalls die Annäherung erkennen. Wird die Lichtschranke zur Auslösung genutzt, ist sorgfältig zu unterscheiden, welche Sensoren das Öffnen steuern und welche ausschließlich die Sicherheit beim Schließen überwachen. Diese Trennung ist wichtig, damit die Schutzfunktion nicht durch die Auslösung beeinträchtigt wird.

In der Praxis übernimmt die sicherheitsrelevante Lichtschranke ausschließlich die Überwachung des Schließvorgangs, während für die Auslösung des Öffnens eigene Sensoren oder eine Funkfernbedienung zuständig sind. Diese klare Aufgabenteilung sorgt dafür, dass die Sicherheitsfunktion unabhängig und jederzeit wirksam bleibt. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Durchfahrt und der gewünschten Bedienung ab.

Anforderungen an verschiedene Einsatzbereiche

Die Anforderungen an eine Lichtschranke unterscheiden sich je nach Einsatzbereich. In einem Lebensmittelbetrieb oder einem Reinraum müssen die Bauteile leicht zu reinigen und gegen Feuchtigkeit geschützt sein. In staubigen Umgebungen ist eine Bauart mit geschützter Optik vorteilhaft, damit Ablagerungen die Übertragung nicht stören. Bei einer Durchfahrt mit hoher Taktung muss die Lichtschranke besonders zuverlässig arbeiten, weil sie bei jedem Zyklus erneut beansprucht wird. Die passende Ausführung wird gemeinsam mit der weiteren Sicherheitsausstattung im Konfigurator festgelegt und auf die örtlichen Bedingungen abgestimmt.

Verwandte Begriffe

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Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich Lichtschranke und Lichtgitter?

Eine Lichtschranke überwacht eine einzelne Höhe mit einem oder wenigen Strahlen, während ein Lichtgitter über viele eng beieinanderliegende Strahlen einen ganzen Höhenbereich flächig absichert. Das Lichtgitter erkennt dadurch auch niedrige Hindernisse, die ein einzelner Strahl übersehen würde.

Stoppt eine Lichtschranke das Tor sofort?

Bei Unterbrechung des Lichtstrahls hält die Steuerung den Schließvorgang an und kehrt die Bewegung um, sodass das Tor wieder öffnet. Dieses Verhalten verhindert, dass ein Tor auf eine Person oder ein Fahrzeug schließt.

Muss eine Lichtschranke gewartet werden?

Ja. Sender und Empfänger müssen sauber und korrekt ausgerichtet sein, damit der Strahl zuverlässig ankommt. Verschmutzung oder Dejustage kann die Funktion beeinträchtigen, weshalb die Lichtschranke regelmäßig geprüft und gereinigt werden sollte.

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