Bauart

Schnelllauftor Innen

Ein Schnelllauftor für den Innenbereich trennt Hallenbereiche schnell und zugfrei, ohne den Materialfluss zu bremsen.

Innen eingesetzte Schnelllauftore sind auf eines optimiert: möglichst viele Öffnungszyklen bei möglichst kurzer Offenzeit. Während ein Außentor vor allem Wind und Witterung standhalten muss, zählt im Halleninneren die reine Geschwindigkeit. Der Behang ist deshalb leicht, der Antrieb auf hohe Taktung ausgelegt, und die Konstruktion verzichtet auf die schweren Verstärkungen, die ein windstabiles Außentor braucht.

Damit eignet sich das Innentor überall dort, wo Stapler, Routenzüge oder Mitarbeiter im Minutentakt eine Öffnung passieren – etwa zwischen Wareneingang und Lager, zwischen Produktionszonen oder an temperaturgeführten Bereichen. Jede Sekunde, die das Tor schneller schließt, reduziert Zugluft, Wärmeverlust und Wartezeit.

Eigenschaften im Überblick

  • Hohe Taktzahlen ohne überproportionalen Verschleiß
  • Klimatrennung zwischen Hallenzonen
  • Öffnungsgeschwindigkeit je nach Größe rund 1,5 bis 2,5 m/s
  • Leichter PVC-Behang, optional mit transparenten Sichtfenstern
  • Selbstreparierendes System gegen Anprallschäden möglich

Technik und Aufbau

Das Kernstück ist der flexible Behang, der beim Öffnen auf eine Welle aufgewickelt wird. Ein Frequenzumrichter sorgt für sanftes Anfahren und Abbremsen – das erhöht die Öffnungsgeschwindigkeit und schont gleichzeitig Mechanik und Antrieb. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Öffnungs- und Behanggeschwindigkeit: Angegeben wird üblicherweise die Geschwindigkeit, mit der sich die Unterkante des Behangs nach oben bewegt.

Seitlich führen stabile Laufschienen den Behang. Kommt es zum Anprall durch einen Stapler, fädelt ein selbstreparierendes Zipper-System den Behang beim nächsten Lauf selbsttätig wieder ein – Stillstand und Reparaturkosten entfallen weitgehend.

Vorteile

  • Kürzere Offenzeiten senken Wärme- und Kälteverluste zwischen Zonen
  • Höherer Durchsatz, weil Stapler nicht auf das Tor warten
  • Weniger Zugluft verbessert die Arbeitsbedingungen
  • Geringe Stillstandzeiten durch selbstreparierende Technik
  • Trennung von Staub-, Lärm- und Temperaturbereichen

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Typische Einsatzbereiche

  • Innerbetrieblicher Stapler- und Routenzugverkehr
  • Trennung von Temperatur- oder Reinheitszonen
  • Hochfrequentierte Durchfahrten zwischen Hallenabschnitten
  • Übergänge zwischen Produktion und Lager

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Entscheidend sind drei Größen: die Taktzahl (wie oft das Tor pro Stunde öffnet), die geforderte Geschwindigkeit und die Frage, ob eine Klimatrennung nötig ist. Bei sehr hohen Taktzahlen lohnt ein besonders leichter Behang und ein Antrieb mit Frequenzumrichter. Geht es um Temperaturtrennung, kommt ein isolierter Behang infrage.

Im Konfigurator wählen Sie Einsatzort, Maße und Behang – bei Unsicherheit empfehlen wir die passende Ausstattung. Für stark frequentierte Durchfahrten sind zusätzlich ein Lichtgitter und eine Radar- oder Induktionsauslösung sinnvoll.

Typische Maße

2.000 × 2.500 mm bis 4.000 × 4.500 mm. Ihr genaues Maß stellen Sie im Konfigurator ein – inklusive Behang, Farbe, Antrieb und Zubehör. Eine Übersicht gängiger Größen finden Sie unter Schnelllauftor-Maße.

Abgrenzung zu anderen Bauarten

Gegenüber einem Streifenvorhang bietet das Innentor eine echte, dichte Trennung statt nur überlappender Lamellen. Gegenüber einem Außentor verzichtet es auf Windverstärkungen und ist dadurch leichter und schneller. Wird das Tor an der Gebäudehülle eingesetzt, sollte stattdessen ein Außen-Schnelllauftor gewählt werden.

Einen vollständigen Vergleich liefert der Ratgeber Schnelllauftor vs. Rolltor vs. Sektionaltor.

Weitere Bauarten

Häufige Fragen

Wie schnell öffnet ein Innen-Schnelllauftor?

Je nach Antrieb und Größe öffnen Innentore mit rund 1,5 bis 2,5 m/s – ein Vielfaches eines klassischen Rolltors, das meist unter 0,5 m/s bleibt.

Eignet sich ein Innentor zur Klimatrennung?

Ja. Durch die kurzen Öffnungszeiten und den dichten Behang reduziert ein Schnelllauftor den Luft- und Wärmeaustausch zwischen Hallenbereichen spürbar. Für stärkere Trennung gibt es isolierte Behänge.

Was passiert bei einem Anprall durch einen Stapler?

Bei einem selbstreparierenden System springt der Behang kontrolliert aus der Führung, statt zu reißen, und fädelt sich beim nächsten Öffnen automatisch wieder ein. Ein Werkstatteinsatz ist meist nicht nötig.

Muss ein Innen-Schnelllauftor gewartet werden?

Ja. Kraftbetätigte Tore müssen regelmäßig geprüft werden – bei hoher Taktzahl ein- bis zweimal jährlich. Mehr dazu unter Reparatur und Wartung.

Lässt sich das Tor in die Fördertechnik einbinden?

Ja. Über Radar, Induktionsschleifen, Ampeln und potenzialfreie Kontakte lässt sich das Innentor in den Materialfluss und vorhandene Steuerungen integrieren.

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