Glossar

CE-Kennzeichnung

Die CE-Kennzeichnung ist die Erklärung des Herstellers, dass ein Tor die geltenden europäischen Anforderungen erfüllt. Bei Schnelllauftoren erfolgt sie auf Grundlage der Produktnorm EN 13241 und ist Voraussetzung für das Inverkehrbringen.

Die CE-Kennzeichnung ist die Erklärung des Herstellers, dass ein Tor die geltenden europäischen Anforderungen erfüllt. Bei Schnelllauftoren erfolgt sie auf Grundlage der Produktnorm EN 13241 und ist Voraussetzung für das Inverkehrbringen. Mit dem CE-Zeichen übernimmt der Hersteller die Verantwortung dafür, dass das Tor die deklarierten Eigenschaften aufweist.

Was die CE-Kennzeichnung aussagt

Die CE-Kennzeichnung ist kein Qualitäts- oder Gütesiegel im Sinne einer freiwilligen Auszeichnung, sondern eine rechtlich vorgeschriebene Konformitätserklärung. Mit ihr bestätigt der Hersteller, dass das Tor die einschlägigen europäischen Vorschriften und die zugrunde liegenden harmonisierten Normen erfüllt. Erst mit dieser Kennzeichnung darf ein kraftbetätigtes Tor im europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr gebracht und verwendet werden.

Für Schnelllauftore ist die maßgebliche Grundlage die EN 13241. Diese harmonisierte Produktnorm bündelt die Anforderungen an Sicherheit und Leistung und verweist für einzelne Aspekte auf ergänzende Normen, etwa die EN 12453 für die Nutzungssicherheit und die EN 12424 für den Windwiderstand. Die Einhaltung dieser Normen ist die Voraussetzung dafür, dass das Tor die CE-Kennzeichnung tragen darf.

Leistungserklärung als Kern

Untrennbar mit der CE-Kennzeichnung verbunden ist die Leistungserklärung. In ihr dokumentiert der Hersteller die geprüften Eigenschaften des Tors in nachvollziehbarer Form. Dazu gehören unter anderem die Windlastklasse, die Wasserdichtheit, die Luftdurchlässigkeit, der Wärmedurchgang und die Eigenschaften der Sicherheitseinrichtungen. Diese deklarierten Werte machen Tore vergleichbar und nachprüfbar.

Erst das Zusammenspiel aus dem CE-Zeichen und der Leistungserklärung ergibt den vollständigen Konformitätsnachweis. Das angebrachte Zeichen signalisiert die Konformität, die Leistungserklärung liefert die konkreten Eigenschaftswerte. Ein Betreiber kann anhand der Leistungserklärung prüfen, ob ein Tor für seinen Standort und seine Anforderungen geeignet ist, statt sich auf allgemeine Aussagen zu verlassen.

Verantwortung des Herstellers

Die CE-Kennzeichnung bringt der Hersteller in eigener Verantwortung an. Er muss die erforderlichen Prüfungen durchführen oder durchführen lassen, die technischen Unterlagen erstellen und die Leistungserklärung bereithalten. Bei der Erstprüfung bestimmter Leistungsmerkmale, etwa der Schließkräfte oder der Windlast, sind je nach Eigenschaft anerkannte Prüfstellen einzubinden, während der Hersteller die werkseigene Produktionskontrolle verantwortet.

Diese Verantwortung gilt für das fertige, in Verkehr gebrachte Produkt. Für den Betreiber bedeutet das, dass er sich beim Einkauf auf die Konformität verlassen kann, sofern Zeichen und Leistungserklärung vorliegen. Werden Tore vor Ort wesentlich verändert, kann die ursprüngliche Konformität entfallen, weshalb Umbauten fachkundig zu bewerten sind.

Bedeutung für den Betreiber

Auch wenn die CE-Kennzeichnung den Hersteller betrifft, hat sie unmittelbare Folgen für den Betreiber. Sie ist die Grundlage dafür, dass das Tor überhaupt rechtmäßig betrieben werden darf, und sie liefert die Eigenschaftswerte, die für die Gefährdungsbeurteilung und die spätere Prüfung relevant sind. Die wiederkehrenden Prüfungen nach ASR A1.7 und der Vorschriften zur elektrischen Sicherheit knüpfen an die ursprünglich deklarierten Eigenschaften an.

Die CE-Kennzeichnung markiert damit den Startpunkt eines durchgängigen Sicherheitskonzepts: Der Hersteller bringt ein konformes Tor in Verkehr, der Betreiber hält es durch Prüfung und Wartung im sicheren Zustand. Welche Arbeiten dazu gehören, beschreibt der Bereich Reparatur und Wartung.

Auswahl in der Praxis

Beim Vergleich von Toren ist die CE-Kennzeichnung die Mindestvoraussetzung, die Leistungserklärung der eigentliche Vergleichsmaßstab. Ein Tor mit höherer Windlastklasse, besserem Wärmedurchgang oder umfangreicheren Sicherheitseinrichtungen lässt sich anhand der dokumentierten Werte objektiv gegenüberstellen. So wird die Auswahl nachvollziehbar und auf den konkreten Einsatzfall abgestimmt.

Welche Ausführung für einen bestimmten Standort sinnvoll ist, lässt sich über den Konfigurator eingrenzen. Einen Überblick über Technik und Leistungsmerkmale bietet die Hauptseite Schnelllauftor, und der Bereich Anwendung zeigt, welche Eigenschaften in welchem Einsatzfeld besonders wichtig sind.

Verwandte Begriffe

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Häufige Fragen

Was bedeutet die CE-Kennzeichnung bei einem Tor?

Die CE-Kennzeichnung erklärt, dass der Hersteller die geltenden europäischen Anforderungen erfüllt hat. Bei Schnelllauftoren beruht sie auf der Produktnorm EN 13241 und bestätigt, dass das Tor die Anforderungen an Sicherheit und Leistung einhält.

Ist die CE-Kennzeichnung bei Schnelllauftoren Pflicht?

Ja. Schnelllauftore fallen als kraftbetätigte Industrietore unter die Produktnorm EN 13241. Der Hersteller muss die Konformität nachweisen, eine Leistungserklärung erstellen und die CE-Kennzeichnung anbringen, bevor das Tor in Verkehr gebracht wird.

Was gehört zur CE-Kennzeichnung neben dem Zeichen?

Zur CE-Kennzeichnung gehört eine Leistungserklärung, in der die geprüften Eigenschaften wie Windlastklasse, Schließkräfte und Dichtheit dokumentiert sind. Erst Zeichen und Leistungserklärung zusammen ergeben den vollständigen Konformitätsnachweis.

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